Sohn eines Schmiedes als Schuldirektor


Nach Besuch der Dorfschule und später der Volksschule in Niederhermersdorf, begann er eine Ausbildung am Lehrerseminar in Schneeberg.

Nach seiner 1895 bestandenen Schulamtskandidaten- prüfung ging Arthur Lißner als Lehrerseminarist nach Gornsdorf.

Ab 1897 war er als Hilfslehrer in Wittgensdorf an der erst 1889 errichteten mittleren und einfachen Volksschule angestellt.

Nach Absolvierung seiner Militärausbildung nahm er 1900 seine Lehrtätigkeit an der 12. Bürgerschule in Leipzig-Lindenau auf.

In die Zeit der Lindenauer Lehrtätigkeit fiel die in der Oberhermersdorfer Kirche am 30. September 1903 vollzogene Trauung mit seiner Verlobten Marie Kitzler. In Leipzig-Lindenau wurde am 16. September 1907 ihr gemeinsamer Sohn Friedrich Arthur Hilmar geboren.

Im April 1909 wurde Arthur Lißner in Sehma als Schuldirektor verpflichtet, an der damals etwa 550 Schüler unterrichtet wurden. Sein Ansehen im Sehmaer Lehrerkollegium und die Achtung, die er im weitaus größten Teil der Bevölkerung erfuhr, standen im Widerspruch zu seinem um den 12. Februar plötzlichen „Freitod”.

Die Kirchenbucheintragungen in Oberhermersdorf „Selbstmord durch Schuß in Brust und Kopf” und die Anmerkung hierzu: „Unbegründete Anschuldigungen und Verdächtigungen seitens der ‚Roten Partei’ in Sehma”, die sich auch bei Pfarrer Führer in Sehma finden läßt, lassen Vermutungen zu.



Qulelle: eine ausführliche Recherche von Volkmar Beger, Chemnitz-Adelsberg, erschienen in :

                   der Heimat- und Stadtteilzeitung „Adelsberger”, 39.Ausgabe vom Mai/Juni 2015
                   und
                   als Nachdruck in der N° 8 des „ Sehmataler Heimatblattes” vom August 2015



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